Warum Du schuld bist, dass mein Flug gestrichen wurde

Ok, das ist jetzt ziemlich provokativ, aber ich habe Deine Aufmerksamkeit oder?
Fakt ist, dass nicht nur Du, sondern auch ich und eigentlich wirklich jeder daran schuld ist. Das hat einen einfachen Grund, nämlich unser Konsumverhalten.

Die meisten verwenden Produkte, ohne groß darüber nachzudenken, was darin enthalten ist. Ich war da auch nicht viel besser und dachte, dass bio und öko reicht.
Gefühlt ist in jedem zweiten Produkt – mindestens – Palmöl, tatsächlich auch.  Ja, das wusste ich, aber ich habe mir, ehrlich gesagt, da keinen großen Kopf darum gemacht.  Und ja, Bioprodukte sind da auch nicht immer besser. Bis zu meiner Reise war ich ziemlich ignorant. Aber dann habe ich die Auswirkungen selbst hautnah mitbekommen.

Um Platz für die Palmölplantagen zu schaffen, werden riesige Flächen des Regenwaldes in Indonesien und Malaysia abgebrannt.
Dadurch entsteht dieser Smog (Haze) mit schöner Regelmäßigkeit, jedes Jahr.
Meist geht es im August los und zieht sich bis in den Oktober. In diesem Jahr (2015) war es besonders schlimm, weil El Nino das Ganze noch verstärkt hat.

Du siehst an manchen Tagen keine paar hundert Meter weit. So war es bei mir und daher wurde mein Flug gestrichen. Schon mein Flug nach Borneo hatte wegen Haze mehrere Stunden Verspätung.

Smog wegen Abbrennen des Regenwald für PalmölTagelang, nein, wochen- und monatelang ist es dunstig-nebelig, Du siehst keine Sonne, Du siehst keinen blauen Himmel, es fängt an, im Hals zu kratzen und viele Einheimische rennen mit Atemmasken herum.palmoel_01

Durch die Brandrodung verschwinden mit dem Regenwald Tiere und Pflanzen, die teilweise noch nicht einmal bekannt oder erforscht sind.

Tieren wie den Orang Utans, Nashörnern oder Tigern wird der Lebensraum genommen. Teilweise wird auch keine Rücksicht auf Nationalparks und Schutzgebiete genommen. Es wird gnadenlos abgeholzt und abgebrannt.

abgeholzter Regenwaldabgeholzer RegenwaldAls ich durch Sumatra und Borneo gereist bin, bin ich teilweise kilometerweit durch Ölpalmplantagen gefahren. Sie stehen da in Reih und Glied wie Soldaten, kilometerlang entlang der Straße und kilometerlang ins Land hinein.

Palmöl statt Regenwald

 

Tote Wälder, in denen sich kein Leben rührt, wenn man von den mageren Kühen, die dazwischen grasen, einmal absieht. Es ist wirklich übel, wenn Du selbst siehst, was Du eigentlich anrichtest.
Wenn Du mit dem Boot fährst, dann siehst Du die Sägewerke und die Palmölplantagen, die sich bis zum Ufer erstrecken.Baumstämme aus dem Regenwald

So sieht es heute aus, wo früher Regenwald war - Palmöl

PalmölplantagenIch verurteile gar nicht den Bauern oder den Arbeiter, der damit sein Geld verdient. Er bekommt am wenigsten davon ab. Die große Kasse machen die Konzerne und die Regierungen auf Kosten der jetzigen und künftigen Generationen.

Heute leiden schon die Menschen unter den gesundheitlichen Auswirkungen des Haze. Ich habe es selbst gemerkt, aber ich kann nach Hause fliegen. Die Einheimischen müssen bleiben.
Das Ökosystem wird massiv negativ beeinflusst, denn der Regenwald produziert Sauerstoff, hat positiven Einfluss auf das Klima und bietet einer unglaublichen Anzahl an Pflanzen und Tieren eine Heimat.

Mir geht es gar nicht um den verschobenen Flug, das konnte ich verschmerzen. Genauso auch die fehlende Sicht und den Dunst, den ich über 6 Wochen hatte, und das Kratzen im Hals.

Worum es mir geht ist, Dir zu zeigen, was wir alle durch unser Verhalten verursachen und wo wir ein kleines bisschen dazu beitragen können, dass sich etwas ändert.

Wir alle sind schuld mit unserem Verhalten, dass der Regenwald schwindet. Palmöl ist billig zu produzieren, quasi überall einsetzbar und ein nachwachsender Rohstoff, ideal für die Industrie.

Um es vorwegzunehmen, ich denke, dass es kaum möglich ist, völlig und zu 100% auf Produkte zu verzichten, in denen Palmöl drin ist, denn oft ist es nicht deutlich als solches gekennzeichnet.

Wo ist überall Palmöl enthalten?

Ein paar Beispiele:

  • Fertiggerichte
  • Margarine
  • Nussnougatcreme
  • Shampoo
  • Zahnpasta
  • Waschpulver
  • Chips
  • Stearin-Kerzen
  • Creme
  • Löslicher Kaffee
  • Schokolade
  • Gummibärchen
  • Biosprit

Es sind wieder die üblichen Verdächtigen wie Nestlé, Procter&Gamble und Unilever, aber auch viele andere Firmen, die Palmöl verwenden.

Fast 75% des Palmöls landen übrigens in Lebensmitteln!

Und auch wenn es heißt, das Palmöl stammt aus zertifiziertem Anbau, sorry, Bullshit. Auch für diesen Anbau muss oder musste erst einmal Fläche gerodet werden. Und die Palme braucht nun einmal tropisches Klima. Die Nachfrage wächst und es ist kein Geheimnis, dass Regierungen der palmölproduzierenden Staaten korrupt sind.
Ja, es gibt tatsächlich Gesetze gegen Brandrodung in diesen Ländern, aber das sind Papiertiger und dienen nur dem schönen Schein.

Wie erkennst Du Palmöl?

Es gibt eine Kennzeichnungspflicht

  • Bei Lebensmitteln verbirgt es sich hinter Palmöl, Palmfett, Palmkernöl, pflanzliches Fett, pflanzliches Öl, vegetabiles Fett
  • Bei Kosmetika, Waschpulver etc sollten Dich diese Begriffe warnen: Cetyl, Cetearyl, Lauryl, Lauroyl, Laurat, Palm, Palmat, Palmitat, Stearyl, Stearat

Was können Du und ich tun?

  • Darauf achten, dass wir in Zukunft keine Produkte kaufen, die Palmöl enthalten. Selbst in Bio-Produkten ist es enthalten, aber da ist immerhin der Vorteil, dass es meist auch klar auf der Packung steht und sich nicht hinter kryptischen Bezeichnungen verbirgt.
  • Auf Margarine verzichten
  • Keine Fertigprodukte kaufen, ist eh nicht so gesund. Statt dessen selbst kochen und frische unbehandelte Lebensmittel verwenden
  • Nicht bei den bekannten Fast Food-Ketten essen.
  • Chips- und Schokoladenkonsum einschränken und auf palmölfreie Alternativen ausweichen.
  • Mit einer App Palmöl in Produkten identifizieren und so gut es geht diese Produkte vermeiden.

Was werde ich konkret machen?

  • Auf Nutella verzichten und stattdessen selbstgemachte Marmelade verwenden. Ich will es eben süß am Morgen.
  • Kein undefiniertes Pflanzenfett mehr beim Sieden meiner Seifen verwenden, sondern nur noch reine Öle wie Rapsöl und Olivenöl
  • Auf Chips verzichten
  • Schokoladenkonsum einschränken
  • Soweit möglich auf Produkte ausweichen, die kein Palmöl enthalten

Eine (nicht abschließende) Liste von palmölfreien Produkten findest Du hier. Dort kannst Du Dir auch eine Kurzübersicht herunterladen und beim nächsten Einkauf mitnehmen.

Wenn Du ausgehst oder verreist, dann kannst Du den Boykott kaum durchhalten, wenn Du nicht gerade nur Rohkost knabbern willst.
Ich werde wahrscheinlich auch den ein oder anderen “Rückfall” haben. Ich will aber, dass wir uns dessen bewusst werden, was wir tun und dass wir etwas ändern können. Wenn jeder von uns ein bisschen macht, dann kommt schon einiges zusammen. Dann haben auch die Orang Utans und all die anderen Tiere und Pflanzen eine Chance.

Orang Utans im Regenwald

Weitere Infos findest Du unter
http://www.regenwald-statt-palmoel.de
https://www.abenteuer-regenwald.de/
http://www.umweltblick.de/
Datenbank mit palmölfreien Produkten (nicht abschließend)
Codecheck-App, um herauszufinden, was in den Produkten ist

Du und ich, wir können die Welt ein wenig zum Guten verändern. Daran glaube ich ganz fest. Mach mit!
Bevor ich es vergesse, denke daran, dass Deine Grenzen nur im Kopf existieren.

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25 Kommentare

  1. Liebe Ivana,

    mir war auch schon bekannt, dass Palmöl skrupellos hergestellt wird, indem Regenwald sterben muss.
    Allerdings hat dein Beitrag nochmal einige Dinge klarer gemacht.

    Vielen Dank

    Beste Grüße,
    Gerd

    1. Author

      Hallo Gerd,

      ja, es ist schon krass, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Daher schon seit 2 Jahren kein Nutella & Co, auch wenn es mir schwer gefallen ist.

      Viele Grüße,
      Ivana

  2. Liebe Ivana,

    danke, dass du uns mit so klaren Worten »aufrüttelst«. Und herzlichen Dank für die vielen hilfreichen & informativen Links!
    Auch ich habe vor kurzem mit Erschrecken festgestellt, dass in vielen Bio-Produkten Palmöl enthalten ist. Ich versuche jetzt, diese Produkte bewusst NICHT zu kaufen, aber manchmal gibt es selbst in den besten Bio-Märkten keine gute Alternativ.
    Da hilft nix, ich stelle auch fest, dass ich am besten ganz und gar unverarbeitete Lebensmittel vertrage. »Back to the roots« ist hier die Lösung…

    Alles Liebe, Stefanie

    1. Author

      Liebe Stefanie,

      das mit den Bioprodukten hat mich auch erschüttert. Ich dachte auch, dass da mehr auf die Inhalte geachtet wird.

      Back to the roots ist sicher gut und eben auch viel selbst kochen.

      Liebe Grüße,
      Ivana


  3. Es ist einfach schlimm wenn man die (kaum vorhandenen) Nachrichten dazu verfolgt und auch ich erinnere mich an stundenlange Busfahrten durch öde Palmölplantagen auf Borneo, welche uns überhaupt erst so richtig die Augen zum Ausmass des ganzen Themas öffneten.

    … auch wenn ich selbstkritisch zugeben muss, dass bei uns ein Glas Nutella (eines von nur zu vielen Beispielen) noch immer mit im Backpack liegt.

    Danke für den Artikel mit den interessanten Links!

    Sonnige Grüsse
    Oliver

    1. Author

      Hallo Oliver,

      danke für Deinen Kommentar. Es ist wirklich krass, wenn man es erst einmal mit eigenen Augen sieht, was man so anrichtet.

      Ich denke zu 100% kannst Du Palmöl nicht vermeiden, aber reduzieren. Und reduzierte Nachfrage führt vielleicht irgendwann zu reduziertem Anbau und keinem weiteren Abbrennen des Regenwaldes.

      Viele Grüße,
      Ivana


    1. Author

      Danke liebe Ina, dass Du gerade diesen Artikel bei Deinen Genussstücken veröffentlicht hast!

      Liebe Grüße,
      Ivana

  4. Ivana, was Du schreibst ist ja durchaus interssant. Leider nur einfach ideologisch, falsch und aus Sicht einer Person geschrieben die es sich leisten kann und die Wahl hat ein Substitut zu konsumieren. Das Problem ist nicht das Palmoel. Und auch wenn Du noch soviele Produkte ohne was-auch-immer konsumierst, wird die Situation nicht besser. Das Problem ist primär in der Politik, der Korruption und der nicht-nachhaltigen Landwirtschaft zu suchen.
    Das bedeutet, dass wenn die Rohstoffe, welche die Industrie braucht, nachhaltig angebaut werden, sich niemand durch Brandrodungen bereichern kann und die Korruption verringert wird, dann wird es besser. Ein gutes Beispiel ist Malaysia. Dort funktioniert es. Und dann moecte ich noch dies anfuegen: hast du dir einmal darüber Gedanken gemacht, mit was Palmoel subsituiert werden kann? Wie wird dieser Rohstoff hegestellt? Was sind die Kostenfolgen davon und kann sich das neue Produkt auch eine Person leisten welche weniger als USD 2.- am Tag verdient? Bin gespannt auf deine Antworten. Gruss, Dr Hermanto Iswara

    1. Author

      Hallo Hermanto,

      Deine Meinung ist Deine Meinung. Ich werde mich für meine sicher nicht rechtfertigen. Ich reagiere auch nicht auf pauschale Behauptungen, dass das, was ich schreibe, falsch ist. Wenn, dann werde konkreter.

      Beste Grüße,
      Ivana

    2. Hallo Hermanto,

      warst du schon in Malaysia und hast gesehen, wie “nachhaltig” dort Palmöl angebaut wird? Richtig, nämlich gar nicht. Ich war letztes Jahr dort und habe die Reste des Regenwalds und kilometerweite Palmenplantagen auf Borneo gesehen. Von Nachhaltigkeit und keiner Korruption kann da nicht die Rede sein.
      Das Problem liegt leider schon in der Ursache, dass die Ölpalmen nur in tropischen Gebieten wachsen können und dort natürlicherweise nur der Regenwald vorkommt. Das heißt, um Ölpalmen überhaupt pflanzen zu können, muss der Regenwald weg. Also roden, abholzen und Palmen pflanzen.
      Von einer Artenvielfalt von über 1.000 verschiedenen Arten auf einem km², sinkt die Zahl auf ganze 10 Arten auf der Ölplantage. Nach einigen Jahren sind alle Nährstoffe aus dem Boden ausgewaschen und die Plantage ist damit “verbraucht”. Also, neue muss her, usw.
      Zu deiner Frage mit den Substituten: Beispielsweise wurde vor kurzem eine neue Technologie entwickelt, Tenside aus Algen statt aus Palmöl zu gewinnen. Das heißt palmölfreie Waschmittel, Seife, Spüli, Duschgele, Shampoos usw. sind bereits produzierbar und sogar schon auf dem Markt.
      Und bei den Lebensmitteln, ja, Palmöl wird genommen, weil es eine besondere Festigkeit auch bei höheren Temperaturen bewahrt, aber es wird in vielen Fällen auch einfach genommen, weil es spottbillig ist. Da nimmt man dann lieber das super billige Öl aus Übersee, statt dem heimischen Raps- oder Sonnenblumenöl…
      Außerdem, hier schreibt ja niemand irgendjemanden vor, was er wie zu konsumieren hat. Es geht hier um Informationen und Tipps für Leute, denen es nicht am Arsch vorbei geht, dass in irgendeinem Land irgendwo am Ende der Welt die letzten Regenwälder gerodet werden. Falls du nicht zu dieser Gruppe Leute gehörst, deine Entscheidung. Dass du die Meinung dieses Artikels nicht teilst, haben wir ja schon verstanden.
      Aber dass du hier Aussagen verbreitest, wie in Malaysia funktioniert nachhaltiger Palmölanbau, sorry, dann hast du dich noch nicht eingehend mit der Thematik befasst. Palmölanbau ist noch nicht nachhaltig, nirgendwo auf der Welt.
      Und wer auf Palmölprodukte verzichten möchte, der kann es doch gerne tun – oder wirst du in irgendeiner Weise dadurch eingeschränkt?

      1. Author

        Hallo Carina,

        danke für Dein Statement. Einige der Fotos sind auch aus Malaysia und ich fand es erschreckend, wie lange Du auf der Autobahn an den Palmölmonokulturen fährst.

        Liebe Grüße,
        Ivana

  5. Wichtiger Artikel, über ein Thema, was immer noch viel zu wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird! Jedes zweite Produkt – wahnsinn oder? Ich bin seit geraumer Zeit von Streichwurstaufstrichenauf vegetarische und vegane und umgestiegen, aber selbst da ist zu oft Palmöl enthalten! Zeit, dass sich etwas dreht! Danke für den Weckruf!

    1. Author

      Hallo Veit,

      gern und wenn man erst selbst einmal sieht, was man so anrichtet, dann verändert es schon ein wenig die Denke.

      Viele Grüße,
      Ivana

  6. Hi,
    ich habe neulich einen Bericht über eine App gesehen mit der man seine Produkte scannen kann (also die Packung nicht das Produkt 😉 ) und direkt sieht ob Palmöl drin ist .
    http://www.codecheck.info/
    Ich habs selber noch nicht getestet klingt aber erst mal ganz interessant.
    Hier noch 2 Links:
    http://www.br.de/app-umweltinformation-palmoel-108.html
    http://www.nachhaltigleben.ch/1-blog/2249-neue-app-erkennt-versteckte-palmoelanteile-in-produkten

    1. Author

      Hi Felix,

      vielen Dank für die Ergänzungen, ich nehme die Links noch in den Blogartikel auf.

      Viele Grüße,
      Ivana

  7. So einen Artikel habe ich gesucht, um meinen Bekanntenkreis für das Thema zu sensibilisieren, danke dafür! Haze ist ja so ein Euphemismus…
    Grüße aus Oldenburg
    Hans Christian

    1. Author

      Freut mich sehr, wenn ich ein wenig dazu beitragen kann, dass wir in dem Punkt sensibler werden und uns die Konsequenzen bewusst sind.

      Danke daher für Deinen Kommentar 🙂

      Viele Grüße,
      Ivana

  8. Ein schöner Artikel, lieben Dank dafür. Ja, Du hast so Recht. Palmöl zerstört vielen Tieren die Lebensgrundlage, langfristig allerdings auch den Menschen, die dort leben. Doch: Sind sich die Einheimischen dessen überhaupt bewusst? Sehen sie das Problem? Verstehen sie den Grund des Smogs? Oder nehmen sie es eher als gegeben hin und roden weiter? Was muss vor Ort noch getan werden, um die Brandrodungen zu stoppen und die Monokultur einzuschränken? Lassen sich die “Urwälder” wieder aufforsten oder ist der Boden für immer verloren?
    Freue mich auf ein baldiges Wiedersehen in München!
    Servus,
    Götz

    1. Author

      Hallo Götz,

      danke für Deinen Kommentar. Die Fragen, die Du stellst sind gut und einige kann ich auch beantworten. Die Einheimischen sind sich dessen durchaus bewusst, was passiert und die, mit denen ich gesprochen habe, finden es auch alle sch….limm. Sie sehen durchaus das Problem und sind dagegen, aber letztendlich können sie bei der korrupten Regierung nicht wirklich etwas tun. Sie bekommen ja auch unmittelbar die Auswirkungen durch den Smog mit, allein schon gesundheitlich. Als ich nicht fliegen konnte, waren auch wegen Haze die Schulen geschlossen und die Menschen werden aufgefordert, nicht mehr als nötig draußen zu sein. Die Bilder der brennenden Wälder kommen sowohl im indonesischen als auch im malaysischen Fernsehen.
      Die langfristigen gesundheitlichen und damit volkswirtschaftlichen Auswirkungen sind, denke ich, den meisten grob bewusst, aber die Verantwortlichen sehen den schnellen Gewinn und eine Möglichkeit, relativ einfach an Geld zu kommen.
      Die Urwälder lassen sich, denke ich, nicht wieder aufforsten. Das sind Ökosysteme, die sich in Jahrhunderten und Jahrtausenden entwickelt haben. Das ist unwiederbringlich verloren.
      Die Brandrodungen werden nur aufhören, wenn es keinen Markt gibt und damit auch keinen Sinn macht, weiter den Regenwald zu zerstören. Teilweise passiert ja auch der Raubbau in den Nationalparks. Es ist wirklich übel und wir alle haben unseren Anteil daran 🙁

      Bis bald bei einem palmölfreien Bier in München!
      Ivana

  9. Hallo Ivana 🙂
    guter Artikel!
    Aber Nutella kannst du dir auch gut selbst machen, ist mir gerade eingefallen. Geriebene Haselnüsse, echten Kakao und Kokosöl vermischen, bisschen Vanillezucker und Zucker noch dazu, das wars schon 🙂
    Glaube ich zumindest. Nach dem genauen Rezept müsste ich noch mal schauen. Schmeckt auf jeden Fall echt geil!

    Lieben Gruß
    Linda

    1. Author

      Hallo Linda,

      danke für Deinen Kommentar 🙂 Wenn Du das genaue Rezept noch hast, dann wäre ich froh, wenn Du es mir schickst 🙂

      Liebe Grüße,
      Ivana

    2. Obs stimmt , weiss ich nicht aber es ist zumindest zu bedenken.
      “Kokos- und Sojaöl bringen eine ähnliche Problematik wie Palmöl, weil Kokosplantagen und Sojaäcker Tropenwald verschlingen. Außerdem wären mehr als doppelt bis dreifach so große Anbauflächen vonnöten, denn keine andere Pflanze weist eine annähernd ähnlich effektive Ölausbeute auf. Auch Raps- und Sonnenblumenöl gelten daher keineswegs als Alternativen.”

      http://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/pflanzen/palmoel-urwald-regenwald-umwelt-pflanzen-karin-greiner-100.html

      1. Author

        Hi Sandra,

        ja, mir ist bewusst, dass auch für Kokos und Soja Regenwald gerodet wird, aber ich habe diese Palmölmonokulturen gesehen. Was an Regenwald weg ist, ist unwiederbringlich weg, aber ich denke, dass wir durch unser Konsumverhalten mit dazu beitragen können, dass nicht noch mehr verschwindet.
        Danke auch für den Link und viele Grüße,
        Ivana

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