Praktische Nepal-Tipps von Insidern – Teil 1

Meine nächste Reise geht nach Nepal und was liegt da näher, als Reiseblogger und Mitglieder aus den einschlägigen Facebook-Gruppen nach Tipps zu fragen?

Genau das habe ich gemacht und habe viele gute Tipps bekommen.

Ein ganz dickes Dankeschön an Mareike, Kerstin, Waltraud, Ute, Ulrike, Stefanie, Sonya, Alexandra und Flo.

Heute teilen Mareike, Kerstin und Waltraud ihre Insider-Tipps mit Dir und mir.

Damit die Artikel noch übersichtlich bleibt, habe ich die Beiträge nun auf 3 Artikel aufgeteilt.

Genug geredet, jetzt haben die Nepal-Insider das Wort!

Mareike

mareike

1. Was muss ich mir unbedingt ansehen?

Auf jeden Fall natürlich den Everest. Entweder bei einem mehrtägigen Trek zum Basecamp, oder aber zumindest auf einem 1stündigen Rundflug ab Kathmandu, z.B. mit Yeti Airlines. Es lohnt sich!! Auch das Traveller-Viertel von Kathmandu, Thamel, ist sehenswert, vielfältig und abwechslungsreich. Weiterhin ist ein Trip in den Chitwan-Nationalpark absolut empfehlenswert. Hier gibt es Nashörner, Elefanten und mit viel Glück sogar bengalische Tiger oder Leoparden zu sehen. Man kann entweder ab Kathmandu nach Bharathpur fliegen, oder mit dem Bus fahren. Bei begrenzter Zeit und begrenzten Nerven empfehle ich Ersteres 😉

2. Mein ultimativer Tipp:

Der Everest-Flug, wenn kein Trek drin ist. Vor/während des Nepal-Trips fürs Himalaja-Feeling unbedingt „In eisige Höhen“ von Jon Krakauer lesen.

Kerstin

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1. Was muss ich mir in jedem Fall ansehen?

  • Das alte Dorf Kagbeni und die Red House Lodge mit eigenem Gebetsraum
  • Marpha, ein wunderschönes Dorf mit einer ganz besonderen Bauart der Häuser
  • Die Boudnath Stupa in Kathmandu, ob man mit dem Strom der Gläubigen geht, oder sich einfach auf eine Bank setzt und zuschaut, ob morgens, mittags, abends… es ist immer eine ganz besondere Stimmung um die Stupa

2. Was muss ich auf jeden Fall probieren?

  • Dal Bhat, weil es das Nationalgericht ist und einfach mal probiert werden muss
  • MoMo’s gedämpft oder frittiert und dann in die leckere Soße tauchen und einfach genießen
  • Auf der Trekkingtour in der Lodge heißen Ingwertee aus Thermoskannen, der Tee dampft so sehr, weil es selbst in den Stuben eiskalt ist, aber er wärmt und man fühlt sich gleich besser

3. Was kann ich mir sparen?

  • Ein 2. oder 3. mal Dal Bhat,  eigentlich sind MoMo’s viel besser 🙂

4. Was ist Dein ultimativer Tipp?

  • Blue Mountain Homestay in Kathmandu, der Hausherr Buddhi mit seinen 2 Boys ist so unglaublich lieb, das Haus, in dem er mit seiner Familie lebt und Zimmer vermietet, ist ein Farbtupfer in der Straße, jedes Zimmer hat eine eigene Terrasse, dort bei einem leckeren Frühstück den Tag zu beginnen, ist nur zu empfehlen
  • Der 25 min dauernde Flug von Pokhara nach Jomsom, Platz für ca. 20 Passagiere mit freien Blick auf die Flugkapitäne, die keine Uniform tragen sondern North Face Daunenjacken, rechts und links die Berge, geflogen wird mit echter Handarbeit
  • Der freie Mustangbereich um Kagbeni, Jong und Muktinath, einfach eine herrliche Landschaft, wir wollten gar nicht mehr weg von dort
  • Wir hatten das Glück, bei einem Besuch der Monastery in Marpha einer Zeremonie der Mönche mit ihren typischen Instrumenten beizuwohnen, Gänsehaut pur…. sicherlich ist es in anderen Klostern ein ähnlich ergreifender Augenblick. Ich jedenfalls werde diese Zeit dort nie vergessen.
  • Eine gute Vorbereitung und Fitness für eine Trekking-Tour: Die Höhe ist nicht zu unterschätzen, gutes Schuhwerk ist ein Muss und auch Sonnenbrillen, denn sonst können die Augen sich sehr schlimm entzünden.

Mehr über Kerstin findet ihr auf ihrer Homepage.

Waltraud

waltraud

 

1. Was muss ich mir in jedem Fall ansehen?

  • Es macht Spaß in Kathmandu, Patan oder Baktapur auf dem Durban Place zu sitzen und einfach die Menschen zu beobachten. Man kann sich einfach auf die Tempeltreppen setzen. Hier muss man Eintritt zahlen, man kann jeweils im Touristenbüro vor Ort einen Pass für mehrere Tage ausstellen lassen. Dafür braucht man Passbilder. Es funktionieren auch welche, die man selbst auf dem Computer ausgedruckt hat.
  • Im Chitwan Nationalpark war es grossartig, mit einem Elefanten zu baden und mit den Tharu im Dschungel Farnspößlinge zu suchen und sie zu braten. Sie versuchen gerade, den Tourismus breiter aufzustellen, damit auch ärmere Gebiete profitieren können.

2. Was muss ich in jedem Fall probieren?

  • Was man aber auf jeden Fall machen sollte ist, sich in Kathmandu ein Stoffset kaufen und sich dann ein traditionelles Gewand: Kleid, Pluderhose und einen Schal von einem Schneider anfertigen zu lassen. Die Sets sind fertig verpackt, so dass die Farben immer perfekt aufeinander abgestimmt sind. Haben wir dummerweise erst am letzten Tag entdeckt! Ich habe mir ein dunkelblaues mit rostroten Stickereien mit schön besticktem Schal für 650 Rupien gekauft.
  • Wir haben in Nepal sehr lecker gegessen, meist vegetarisch. Dalbat war immer wieder anders von lieblos über einfach bis hin zu liebevoll mit kleinen lila Blüten verziert. Wenn man von Linsen die Nase voll hat, kann ich Momos steamed or fried sehr empfehlen. Auf unserem Annapurna Trek waren Spagetti immer sehr lecker, und „Frühlingsrollen“ immer für eine Überraschung gut. Manchmal versteckte sich unter diesem Namen Gurungbrot mit Gemüse gefüllt, was sehr gut schmeckte ein anderes Mal war es komischer Teig mit Spaghetti gefüllt, was uns dann sehr enttäuschte. Sehr gerne mochten wir Apple fritters, die ein bisschen an die bayrischen Apfelküchlein erinnerten. Das Rezept von Applepie dagegen war wohl direkt von den Engländern und entsprechend schleimig und enttäuschend. Meine Freundin war von den Kaffeevarienten sehr enttäuscht und war total begeistert als wir Illy Cafés entdeckten und bei Tee musste man den Beutel nach wenigen Sekunden herausziehen, um ihn trinken zu können. Marie und ich haben uns dann auf den Berghütten für Hot Lemon entschieden.

3. Was kann ich mir sparen?

Was man auf keinen Fall machen sollte ist, Lassi oder Joghurtmüsli probieren, ganz egal wie gut das Hotel ist. Bei mir führte es dazu, dass ich eine Woche nur noch Wasser zu mir nehmen konnte und 5 Kilo abgenommen habe. Dafür fuhr ich nach meinem „Höhentrainig“ zurück in Deutschland doppelt so schnell auf dem Fahrrad.

4. Was ist Dein ultimativer Tipp?

  • Wenn Du mich nach den  Dingen fragst, die man in Nepal erleben muss, fällt mir ein: 1. die Menschen, 2. die Menschen, 3. die Menschen!
  • Die Landschaft in Nepal bringt einen auf jeden Fall sehr schnell dazu, seine körperlichen Grenzen auszuloten.
  • Wir haben noch einen kleineren Treck am Annapurna South gemacht. Hier waren wir mit Indra unserem Guide von Royal Mountain Travel und Pena und Deve unseren Portern unterwegs. Mit den 3 Jungs (Buddhisten)  war es wirklich super. Sie hatten Handys auf denen sie Musik spielten und dazu gesungen haben und in den Regenpausen haben wir mit ihnen Karten gespielt und gewürfelt. Wir kennen jetzt Maumau auf Nepali. Bei einer 7 spielt man in entgegengesetzter Richtung weiter.
  • Spannend ist auch die Stromversorgung. Am besten eine Stirnlampe mitnehmen. In Kathmandu gab es meist morgens und abends für 1 Stunde Strom, man wusste jedoch nie so genau wann. Die Hotels hatten meist einen Notkreislauf, wo wenige Lampen, wie im Flur, angeschlossen waren.

Waltrauds Firma findest Du hier.

Warst Du in Nepal? Hast Du Tipps für mich? Dann her damit!
Bevor ich es vergesse, denke daran, dass Deine Grenzen nur im Kopf existieren.

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