Meine Top 7 für Java

Java ist spannend, aufregend, abwechslungsreich und sicher mehr als eine Reise wert. Für die nächste Tour dorthin verrate ich Dir meine Top 7 für die Insel.

1. Bromo

Der Sonnenaufgang auf dem Bromo gehört sicher zu den absoluten und unvergesslichen Erlebnissen, auch wenn Du Dir dieses Erlebnis mit gefühlt tausenden anderen Reisenden und Einheimischen teilen wirst. Aber wenn die Sonne langsam über der Mondlandschaft aufgeht und die Vulkankegel anstrahlt, dann hat das etwas magisches, egal, wie viele Menschen um Dich herum sind.

Du übernachtest in Probolinggo und dann geht es mit einem Jeep los, der Dich bis zur Zwischenstation bringt. Von da aus geht es zu Fuß weiter, am besten gestärkt mit einem heißen Ingwertee, der Dir richtig gut einheizen wird. Auf einem Plateau solltest Du Dir einen Platz möglichst nahe am Rand erobert, so siehst Du den Sonnenaufgang und nicht nur die Hinterköpfe der anderen.

Nach dem Sonnenaufgang kannst Du den Krater des Bromo erobern (Vorsicht, wenn man am Kraterrand entlang läuft!) oder einen hinduististischen Tempel in der Ebene besuchen. Denke aber hier daran, angemessen angezogen zu sein, denn der Tempel ist keine Touriattraktion.

Alternativ kannst Du auch in Cemoro Lawang übernachten und auf eigene Faust loslaufen. 

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2. Borobudur

Um diesen buddhistischen Tempelberg auf Java kommst Du nicht vorbei. Viele Jahrhunderte war er unter dichtem Dschungel verborgen, aber heute kommst Du durch einen gepflegten Park zu der Tempelanlage. Der Borobudur ist eigentlich ein großes Mandala und je weiter Du nach oben kommst, desto näher kommst Du an den Punkt der Erleuchtung. Die Wände sind über und über mit Reliefs aus dem Leben von Buddha bedeckt. 2,5 Killometer Wandbilder sind eine ganze Menge, zu viel, um alles sich ganz genau anzuschauen.

Auf der obersten Ebene hast Du einen tollen Blick auf die Landschaft. Auf dem Weg nach oben siehst Du schon hier und da einzelne Buddhastatuen, ganz oben sind sie teilweise verborgen unter den Stupas. Wenn Du Dich genug verrenkst und lang machst und es schafftst, einen der Buddhas zu berühren, dann soll das Glück bringen.

Auch wenn es einer der Touristenmagneten ist, solltest Du Dir den Besuch nicht entgehen lassen. Wenn Du ganz früh da bist, dann hast Du vielleicht Glück und es sind nicht allzu viele Menschen da.

Der Borobudur liegt ca. 40 Kilometer nordwestlich von Yogya. Du kannst Dir ein Moped mieten und selbst hinfahren. Alternativ kannst Du Dir ein Auto mit Fahrer mieten oder eine organisierte Tour von Yogyaaus buchen, dann am besten Kombination mit den hinduistischen Prambanan-Tempeln. Du kannst auch den öffentlichen Bus nehmen, das ist aber die umständlichste und langsamste Variante.

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3. Prambanan

Auch Prambanan ist von Yogya gut zu erreichen. Diese hinduistische Tempelanlage hatte einmal über 200 Tempel. Nach dem Erdbeben von 2008 wurde einiges wieder zerstört, aber die Restaurierungsarbeiten sind  wieder in vollem Gang. Der Hauptkomplex besteht aus 8 Tempeln, die Shiva, Vishnu und Brahma geweiht sind.

Die Anlage ist täglich geöffnet und es finden auch Abends manchmal Aufführungen aus dem Ramayana, dem Hindu-Epos statt

Prambanan kannst Du entweder mit dem Bus erreichen, mit einem Auto oder im Rahmen eines Tagesausfluges von Yogya aus.

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4. Candi Sukuh

Überraschenderweise gibt es auch auf Java Pyramiden, nämlich ca. 30 Kilometer von Solo. Eigentlich glaubst Du, in Mittelamerika zu sein, denn die Stufenpyramide passt eher nach Mexiko als nach Java. Das einzige, was man sicher weiß ist, dass die Anlage aus dem 15. Jhdt stammt. Aber wozu sie gedient hat, wer sie erbaut hat, das alles liegt im Dunkel der Geschichte. Von. Solo aus kommst Du am besten mit einem Auto hin, denn der Candi Sukuh liegt abseits der üblichen Touristenwege. Allein deshalb ist es den Aufwand schon wert, aber auch die Ruhe und die entspannte Atmosphäre machen den Tempel einmalig.

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5. Kampung Naga

Obwohl Kampung Naga ein Museumsdorf ist, lohnt sich ein Besuch, denn es ist ein lebendiges Dorf, in dem immer noch Menschen traditionell leben. Das Wohnrecht wird vererbt, so dass die Zahl der Einwohner immer relativ stabil bleibt.

Du kannst ganz entspannt durch das Dorf schlendern, in die Häuser schauen, den Menschen beim Herstellen von Körben oder anderen Dingen des Alltags zusehen. Interessant ist es allemal, denn so bekommst Du einen Einblick in den ländlichen Alltag Javas.

Kampung Naga erreichst Du am besten von Garut aus.

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6. Dieng Plateau

Auf diesem Plateau sind einige Cedis, also Tempeltürme, verstreut. Es sind nicht mehr allzu viele erhalten, aber es ist ein Ort für spirituelle Wallfahrten und das macht es zu etwas besonderen. Zudem sind es die ältesten hinduistischen Tempel auf Java.  Allein die Fahrt dorthin ist interessant, denn Du verlässt die javanische Ebene und es geht die Berge hinauf, an Tabakplantagen vorbei und Du siehst keine Reisfelder, sondern Kartoffeln, Kohl und anderes Gemüse. Du solltest Dir auch den türkisfarbenen See nicht entgehen lassen. Der ist zwar giftig und Du solltest nicht darin baden, aber mit den vielen Farbschattierungen sieht er einfach klasse aus.

Zum Dieng Plateau kommst Du entweder mit einem Auto oder mit einem lokalen Bus von Wonosobo aus.

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7. Bogor

Ganz in der Nähe von Jakarta ist Bogor auch eine gute Basis, um von hier aus Java zu erkunden. Wenn Du früh mit dem Flieger ankommst, kannst Du erst einmal Jakarta links liegen lassen und mit dem Bus nach Bogor fahren, Dir eine nette Unterkunft suchen und Dich etwas aklimatisieren. In Bogor selbst solltest Du Dir den botanischen Garten nicht entgehen lassen. Bogor ist tiefenentspannt und verführt dazu, etwas länger hängenzubleiben. Also Vorsicht, Java hat noch mehr zu bieten 😉

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Wenn Du mehr über meine Reisen nach Indonesien lesen willst, dann schau bei meinen Reiseberichten von 1994 und 2003 vorbei

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Bevor ich es vergesse, denke daran, dass Deine Grenzen nur im Kopf existieren.

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