Heute könnt ihr im dritten und letzten Teil noch einmal Tipps von Nepal-Insidern lesen.

Mein Dankeschön für die tatkräftige Unterstützung und das Plaudern aus dem Nähkästchen gilt heute Sonya, Alexandra und Florian.

Sonya

sonya

1. Welche 3 Dinge sollte ich mir in jedem Fall ansehen?

  • Ganz klar, den Himalaya. Für mich war das höchste Gebirge der Welt einer der Hauptgründe nach Nepal zu reisen. Besonders beliebte Trekkinggebiete sind die Annapurna- und die Everest-Region. Beide Gebiete sind fantastisch, wobei mich die Everestregion mehr fasziniert hatte. Da die Trekkinginfrastruktur sehr gut ist, sind die Touren dort auch für Nepalanfänger sehr gut zu machen. Etwas unbekannter ist das Mustang-Gebiet. Ich war leider noch nicht dort, hoffe aber es irgendwann mit eigenen Augen sehen und erwandern zu dürfen.
  • Ein Highlight in Kathamandu war für mich die große Stupa von Boudha. Alles andere als ein Geheimtipp, denn es handelt sich laut meinem Reiseführer um die wichtigste tibetische Stupa außerhalb Tibets.
  • Patan (Lalitpur) ist die drittgrößte Stadt Nepals und geht fast nahtlos in das größere Kathmandu über. Verglichen mit Kathamndu ist es ruhiger und weniger hektisch. Auf der Dachterrasse des Cafe du Temple auf dem Patan Durbar Square hat man einen wundervollen Blick auf den Platz und die Hausdächer rundherum.

2. Was muss ich auf jeden Fall probieren?

Unbedingt probieren solltest du Momos. Die gefüllten Teigtaschen sind super lecker.

3. Was kann ich mir sparen?

Dich mit neuen Outdoorklamotten eindecken. Die angeblichen Markenklamotten sind in der Regel Fälschungen, die oft sehr schlecht verarbeitet sind. Was du allerdings nicht verpassen solltest, sind die lustigen Etiketten, die teilweise nur so von Sprachfehlern strotzen. Auch andere Textilien fand ich eher enttäuschend. Ich hab mir beispielsweise eine Tasche gekauft, die super schnell kaputt war.

4. Was ist Dein ultimativer Tipp?

Wenn du im März in Nepal bist, schau ob während deiner Reise Holi, das Fest der Farben stattfindet. Bei diesem hinduistischen Frühlingsfest bestreut man sich gegenseitig mit buntem Puder und bespritzt sich mit gefärbtem Wasser. Die Stimmung ist wundervoll ausgelassen, die bunten Gesichter und Körper absolut sehenswert. Das besondere an diesem Fest, alle Menschen sind an diesem Tag gleich, egal welcher Kaste sie angehören.

Sonyas Reiseblog ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dort schreibt sie über ihre Reisen und der Schwerpunkt liegt auf ihrer Leidenschaft für die Berge.

 

Alexandra

alex

1. Welche 3 Dinge sollte ich mir in jedem Fall ansehen?

  • Patan: Die „Zwillingsstadt“ von Kathmandu, ist nur durch einen Fluss von Kathmandu getrennt und ebenfalls eine alte Königsstadt. Nach einem Bummel durch den Durbar Square und die alten Palastanlagen einen Kaffee oder Tee auf der Dachterrasse des Café de Temple genießen und das Treiben auf dem Platz beobachten, herrlich!
  • Bhaktapur: Eine Stadt 15 Kilometer von Kathmandu, die sich ihr mittelalterliches Erbe bewahrt hat, mit alten Tempeln, wunderschönen alten Häusern mit Holzschnitzereien, einem Töpfermarkt und einer im Vergleich zum hektischen Kathmandu beschaulichen Atmosphäre. Unbedingt einen „königlichen Joghurt“ im Café Nyatapola essen, hier gibt es ebenfalls eine Art Dachterrasse mit herrlichem Ausblick.
  • Pashupatinath. Der Tempel ist Nepals wichtigstes hinduistisches Heiligtum, und Treffpunkt zahlreicher Sadhus, die hier wie einst Lord Shiva Ganja rauchen, angeblich um ihre Meditation zu vertiefen. Befremdlich für uns Westler sind die Verbrennungs-Ghats, wo die Hindus ihre Toten verbrennen. Die weitläufige Tempelanlage ist ein Muss, wenn man in Kathmandu ist.

2. Was muss ich auf jeden Fall probieren?

Man kann aus Nepal nicht wieder abreisen ohne das Nationalgericht Dal Bhat probiert zuhaben – Linsen, Reis und Gemüse der Saison – und natürlich den Buttertee, den man vor allem in buddhistischen Klöstern bekommt. Beides ist nicht unbedingt mein Geschmack, dem Dal Bhat fehlen die raffinierten Gewürze der benachbarten indischen Küche, der Buttertee ist eine wirkliche Herausforderung für die Geschmacksknospen!

3. Was kann ich mir sparen?

Einen Ausflug nach Dhulikel, einer kleinen Newar-Stadt ca. 30 Kilometer von Kathmandu entfernt, am Ostrand des Kathmandu Valley. Der Ort wird als einer der angenehmsten im Kathmandu Valley angepriesen. Im Ort gibt es ein paar typische Wohnhäuser mit typischer Schnitzerei, aber die meisten fahren wegen des Bergpanoramas hierher. Man hat zwar einen guten Ausblick auf die Himalayakette, aber dafür lohnt sich die Fahrt nicht. An klaren Tagen spitzen die Berggipfel auch in Kathmandu hervor.

4. Was ist Dein ultimativer Tipp?

  • Tipp eins: In Nepal gibt es viele buddhistische Klöster, die in der Regel auch eine Schule haben für die größtenteils jungen Mönche, die dort leben.  Viele Klöster haben Guesthouses, in denen man sich für ein paar Tage oder auch länger einquartieren kann und am Klosterleben teilhaben kann. Wenn es die Zeit erlaubt, kann man dort auch als Volunteer unterrichten, eine einzigartige Erfahrung!
  • Tipp zwei: Unbedingt eine Trekkingtour machen und die faszinierende Bergwelt des Himalaya erkunden. Bei einem Trek durch die Annapurna-Region bekommt man beispielsweise hervorragende Einblicke in das Leben der Menschen in den kleinen Dörfern, die sich nur mit Eseln oder zu Fuß erreichen lassen. Die Landschaft ist extrem vielfältig und bezaubernd, Reisterrassen wechseln sich mit Wäldern ab, die Siebentausender hat man dabei fast immer im Blick.

Alexandras Reiseblog ist eine prima Adresse für alle, die es nach Indien und Nepal zieht.

 

Florian

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1. Welche 3 Dinge sollte ich mir in jedem Fall ansehen?

1. Kathmandu hat mindestens 3 mal 3 „Must Sees“:

* 3 heiligste Tempel: Boudhanath, Pashaputinath und Swayambunath

* 3 Durbar Squares: Kathmandu, Patan und Bhaktapur

* 3+ Cafés mit Käsekuchen, v.a. in Thamel: z. B Weizen Bakery, Hotel Manang und das legendäre Snowman’s in der Freak Street

2. Was muss ich auf jeden Fall probieren?

V.a. wenn es kalt ist, musst Du unbedingt Tongba probieren, warmes nepalesisches Hirsebier. Dazu passt ein Bar-Snack zum Teilen, z.B. nepalesisches Chicken Chili oder als Veg Variante Paneer Chili.

Wenn Dir Dal Bhat aka „Reis Everest“ schon am 2. Tag zum Hals heraushängt, probier ein Newari Gericht. Die Küche der Newar Ureinwohner des Kathmandu-Tals, bevor die Gorkha einfielen, unterscheidet sich von anderen südasiatischen Gerichten.

3. Was kann ich mir sparen?

Es gibt in Nepal teilweise eine Hütten Infrastruktur und Beschilderung, wie in den Alpen. Packe also einen Tagesrucksack und eine Karte und spar Dir Träger und Führer auf einem der 3 großen Wanderpfade: Annapurnarunde, Langtang und Everest Basecamp.

4. Was ist Dein ultimativer Tipp?

Nepal ist das wahrscheinlich günstigste „einfache Reiseland“.

Bringe also mehr Zeit als Geld mit. Beispiel gefällig? 10 Euro – ein perfekter Tag in Kathmandu, Nepal 

Florian ist der guy to go, wenn es um günstiges Reisen geht. Ein Blick auf seine Homepage lohnt sich in jedem Fall!

 

Das waren sie, die drei Artikel mit den Insider-Tipps für Nepal-Reisende. Was fehlt noch? Teile Deine Erfahrungen!
Bevor ich es vergesse, denke daran, dass Deine Grenzen nur im Kopf existieren.
 
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