Reisebericht aus Neuseeland (2002): Queenstown – Milford Sound

On the road

Nach der neuseeländischen Gletscherwelt wollte ich auch die ersten Tiere mal sehen und laut Reiseführer wäre dazu ein Abstecher nach Jackson Bay genau das Richtige. Pinguine und Robben. Ich fuhr also zu diesem Fischernest auf einer Stichstraße, sah zwar eine Handvoll Häuser und auch einen Buschpfad, dem ich brav folgte, aber von Tieren war weit und breit nichts zu sehen. Die kleine Bucht, in der ich gelandet bin, sah ja mit dem ganzen Treibholz ganz urig aus, aber das war auch nicht der Sinn der Fahrt gewesen. Die mehr als 100 Kilometer hätte ich mir sparen können!

Also weiter Richtung Wanaka. Dort kam ich auch gegen Abend an, hatte aber keine Lust, lange nach einer Unterkunft zu suchen und vor allem, ich wollte mal wieder ausschlafen. Das ist der große Nachteil bei den Backpacker-Unterkünften. Hat man einen Schnarcher im Raum, so ist es (zumindest um meine) Nachtruhe geschehen.

Und dann kommt jemand spät und jemand anders steht wieder früh auf. Nun ja und da ist eine Hütte auf einem Campingplatz genau das Richtige, um dem zu entgehen. Und meine am Lake Wanaka lag so schön am See und roch nach Holz, einfach idyllisch…

Spaßmetropole Queenstown

Am nächsten Tag fuhr ich weiter nach Queenstown. Unterwegs machte ich einen kurzen Stop bei der Goldmine von Kawarau. Dort kann man sich die Unterkünfte der Goldwäscher anschauen, die Maschinen, mit denen Gold gefördert wurde und sich auch selbst im Goldwaschen versuchen. Leider wurde aus dieser Karriere nichts, so dass ich wieder hier in Deutschland weiter meinem Job nachgehe. Aber einen Versuch ist es allemal wert und man bekommt einen guten Eindruck von der Knochenarbeit, die vor allem die Chinesen hier leisten durften, um ihr Ticket von China nach Neuseeland abzuarbeiten.queenstown_2

Queenstown ist DAS Ziel für alle, die Action wollen. Bungy-Jumping, Fallschirmspringen, Jet-Boot-Fahren, Paragliding, Wildwasserfahrten, was nicht alles. Oder auch ganz gemütlich mit der TSS Earnslaw auf dem Lake Wakatipu fahren. Je nach Geschmack und Geldbeutel wird hier alles geboten. Ich habe mich für die gemütliche Dampferfahrt entschieden, den Adrenalinkick habe ich mir für später aufgehoben.

Fjordlandschaft am Milford Sound

Nun stand für mich auch die Frage im Raum, nach Te Anau zu fahren und von da aus zum Milford Sound oder in aller Frühe aus dem Schlafsack zu kriechen und von Queenstown aus zu starten. Ich habe mich aus Zeitgründen für letzteres entschieden, denn auf die Weise habe ich einen Tag gespart und die Zeit läuft einem ohnehin schneller davon als einem lieb sein kann. Diesmal habe ich auch fahren lassen, bin also nach schöner Touristenmanier mit einem Bus zum Milford Sound gefahren. Nach einer längeren Fahrt mit Stopps in Te Anau zum Frühstück und irgendwo imRegenwald zum BBQ waren wir gegen 13 Uhr endlich am Milford Sound, rechtzeitig, um mit dem Schiff eine ca. 2-stündige Tour zu machen. MIlford Sound 2
Das Wetter war nicht gerade optimal und ich hatte an diesem Tag die Mystik-Variante mit nebelverhangenen Berge, deren Gipfel man gerade so erahnen kann. Aber schön war es trotzdem und so eine Tour lohnt sich auf jeden Fall. Und ich habe endlich meine ersten Robben in freier Wildbahn gesehen! Faul lagen sie auf den Steinen herum und ließen sich von dem Schiff gar nicht weiter stören.

milford_5

Am Abend war ich dann wieder zurück in Queenstown und froh, diesmal nicht selbst gefahren zu sein. So bekam ich diesmal doch einiges von der Landschaft mit, während ich mich sonst auf die Straße konzentrieren muss. Und das kann manchmal auch ganz schön anstrengend sein, wenn es in Serpentinen die Berge rauf und runter geht. In einem Reiseführer habe ich gelesen, dass es ratsam ist, nicht mehr als 250 Kilometer pro Tag zu fahren. Und der Mann, der das geschrieben hatte, hat wirklich Recht. Es ist ja nicht so wie in Deutschland, dass man gemütlich auf der Autobahn dahinbraust und gar nicht merkt, wie die Kilometer dahinfliegen. Nein, man muss wirklich ganz schön auf die Straße und den Verkehr achten und von der Gegend will man auch was mitbekommen. Das geht irgendwann auf die Substanz. Ich war auf jeden Fall manchmal am Abend ganz schön ko.

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2 Kommentare

    1. Author

      Vielen Dank Julian, freut mich sehr, dass er Dir gefallen hat!

      Viele Grüße,
      Ivana

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