Reisebericht aus Äygpten (2001): Luxor – Kairo

Mit dem Bus ging es dann wieder nach Luxor. Es ging noch einmal auf das Westufer. Warum das Ramesseum und Medinet Habu im Baedeker nur einen oder keinen Stern bekommen, ist mir schleierhaft. Die Anlagen sind toll, kaum frequentiert (ob das an der Baedeker-Bewertung liegt?) und gut erhalten. In beiden Anlagen findet man noch Reste der ursprünglichen Bemalung und ganze Gemälde eben in Medinet Habu. Also, wenn die Zeit nicht drängt, dann anschauen!

Medinet Habu

Letzte Station: Kairo

Nach Kairo nahmen wir wieder den Zug und kamen so früh am Morgen an, dass noch kaum ein Guest House offen hatte. Und zu allem Überfluss hatten auch die Ägypter selbst Ferien, was uns bereits in Luxor ein Hotel ziemlich ab von allem beschert hatte. Wir griffen dann notgedrungen etwas tiefer in die Tasche und gönnten uns ein etwas besseres Hotel für unsere letzten Tage.

kairo_museum_4Zweimal waren wir im Ägyptischen Museum und das ist ein absolutes Muss meiner Meinung nach. Ok, es wirkt wie eine bessere Rumpelkammer, denn das Gebäude ist einfach zu klein für die ausgestellten Stücke und in den Kellern lagern ja auch noch unendlich viele Schätze. Tutanchamun´s Grabschatz, Echnaton und seine schöne Nofretete, Statuen aus dem Neuen Reich, Schmuck und auch die Königsmumien haben wir uns angeschaut. Ehrlich gesagt, ich denke nicht, dass ich ein zweites Mal die Mumien besichtigen würde. Wenn man sich überlegt, zu Lebzeiten waren das die mächtigsten Männer und Frauen und zeigten sich so gut wie nie dem normalen Volk. Heute liegen sie in einem Glassarg und werden angestarrt…

al_azhar_2
In Kairo selbst haben wir uns dann nicht mehr viel angeschaut, nur die Al-Azhar Moschee und zum Einkaufen waren wir im Basar Khan al-Khalili. Die Al-Azhar ist die ältste islamische Universität und mit ihren Minaretten ein Wahrzeichen der Stadt. Frauen können dort übrigens seit den 60er Jahren studieren.

Auf vielen Bucket Lists – die Pyramiden

Wenn man in Ägypten ist, sollte man DAS Wahrzeichen des Landes natürlich nicht auslassen, nämlich die Pyramiden. Wir haben uns für eine organisierte Tour entschieden, damit Olav erst einmal einen Überblick bekommt, was es an Pyramiden etc. um Kairo gibt. Vorgeschmack für´s nächste Mal sozusagen 😉 Die Tour umfasste das Standard-Programm und so ging es zuerst nach Memphis, der alten Reichshauptstadt.

SaqqaraNunja, ein Teil einer Kollossalstatue von Ramses II liegt dort und einige Fragmente aus alten Tagen. Kann man sich fast sparen, aber von der historischen Bedeutung ist Memphis wichtig und so fahren alle Touris hin, auch wenn es nicht viel zu sehen gibt. Sakkara hat da schon mehr zu bieten. Die Stufenpyramide, die Djoser erbaut hatte, war die erste wirkliche Pyramide und Vorbild für alle nachfolgenden Bauten. In der Nähe dieser Pyramide gibt es sehr viele unterirdische Gräber, Mastabas, aber die Zeit drängte und wir konnten uns leider keine anschauen. Aber beim nächsten Mal ;-))

Gizeh Sphinx

Nach dem obligatorischen Stop in einem Papyrusladen ging es dann endlich weiter zu den Pyramiden von Gizeh. Und die sind schon recht beeindrucken, wenn man davor steht, Wow, so viele Steine und keiner weiß, wie man sie gebaut hat. Waren eben schlaue Leute, die alten Ägypter… Man kann auch die Cheopspyramide von innen besichtigen, aber das ist nichts für Leute mit Platzangst. Enge, niedrige Gänge (bis auf die Große Galerie) und belohnt wird man für diese schweißtreibende Aktion durch einen leeren Granitsarkophag. Aber man ist im Inneren der Großen Pyramide und wenn man daran denkt, wie viele Tonnen Stein da über einem sind…lieber nicht daran denken… Und nach diesem beeindruckenden Tag hieß es dann Abschied nehmen vom Nil, der Wüste, den Pyramiden, den Tempeln…

Aber eins steht für mich fest, ich komme wieder, denn ich habe weder die Oasen der Weißen Wüste noch den Sinai besucht. Und das würde ich sehr gern mal sehen 🙂

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