Warum bloß Sumatra und Komodo?

Hast Du auch so Traumziele, Orte, wo Du mal unbedingt hin willst, von denen Du ewige Zeiten träumst? Ich habe sie und viele davon habe ich in meine Bucket List gepackt.

Sumatra stand z.B. aber nicht darauf, Borneo auch nicht. Aber ich wollte da schon immer einmal hin. Einfach weil es wild klingt, nach Urwald, nach Abenteuer. Ein wenig sah ich mich wie die weibliche Version von Indiana Jones durch den Urwald kämpfen, bei den Ureinwohnern im Dschungel in Hütten schlafen und an geheimnisvollen Zeremonien am nächtlichen Feuer teilnehmen.
Ja, ich weiß… vielleicht grinst Du jetzt gerade und das, was ich mir irgendwann so wild-romantisch ausgemalt habe, ist jetzt im Jahre 2015 nicht mehr möglich und ich bin 100 Jahre zu spät dran.
Egal, die Sehnsucht war da und es hat einige Anläufe gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe.

Sumatra ist immer noch abseits der meisten Traveller-Routen, die Komodo-Warane liegen träge neben den Stationen und die Ranger passen auf die Touris auf. In Borneo kannst Du bei den Einheimischen im Langhaus zwar übernachten, aber auch das ist inzwischen ein Business geworden.

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Trotzdem… ich habe es genossen und war nach der Reise so was von glücklich, endlich diese Träume umgesetzt zu haben.
Auch wenn meine Phantasien doch etwas an der Realität vorbeigingen, ich war nicht enttäuscht, denn irgendwo wusste ich ja durchaus, dass es Phantasien sind.

Träume sind wichtig

Aber worum es wirklich geht ist, dass ich Träume hatte und auch immer noch viele Träume habe. Und ich arbeite daran, diese Träume in die Tat umzusetzen.
Träume sind wichtig. Mir geben sie ein Ziel, eine Richtung, motivieren mich, sind Ansporn. Ich habe nicht nur Reiseträume, sondern auch Lebensträume. Auch diese spornen mich an, sind der Grund dafür, morgens aufzustehen, zu arbeiten und geben meinem Leben einen Sinn.
[bctt tweet=”Ohne Träume ist das Leben sinnlos.”]

Suche keine Ausreden mehr, lebe Deine Träume

Ich kenne einige, die Träume haben, aber sich nicht erlauben, sie umzusetzen. Sie finden immer wieder Ausreden, warum es nicht geht.

Gut, manche Träume werden sicher Träume bleiben. Ich werde in diesem Leben wahrscheinlich mit Johnny Depp ein Bier trinken, aber wer weiß das auch schon wieder so genau ;-). Ich war, so unter uns gesagt nahe dran. Auf meiner letzten Reise habe ich einen Österreicher getroffen, der als sein Doppelgänger durchgehen konnte. Und mit dem habe ich ein Bier getrunken.

Was ich aber meine ist, dass es auch realistische Träume gibt, aber wir stehen uns oft selbst im Weg mit eben Ausreden, die vermeintlich Gründe sind.
Da wird der Job vorgeschoben und wir nehmen schon die Ablehnung eines Sabatical vorweg ohne den Chef zu fragen.
Da wird mangelndes Geld vorgeschoben, aber wir gehen essen, kaufen teure Klamotten, fahren ein dickes Auto und abonnieren Zeitschriften, die wir nie lesen. Wenn wir uns ein wenig einschränken würden, dann wäre das Geld früher oder später da.

Ja, es gibt Gründe, die uns vorübergehend ausbremsen. Wenn ein kleines Kind da ist, dann sind die Prioritäten sicher erst einmal andere. Oder wir sind selbst krank und schaffen einfach nicht die Belastung einer Fernreise. Eltern brauchen uns, weil sie gerade selbst nicht mehr so können. Aber das sind in den meisten Fällen Gründe, die vorübergehen.

Was hindert Dich dann eigentlich dann, Deine Träume zu leben?

Du bist hier auf der Welt, um glücklich zu sein. Und dazu gehört es nun einmal auch zu träumen, Träume zu haben und sie auch umzusetzen.

Vielleicht hast Du ja auch nur Angst, dass Dir die Träume ausgehen und was dann? Wenn Du sie nicht umsetzt, dann hast Du immer noch etwas, auf das Du Dich freuen kannst und Dir sagen, wenn xy eintritt, dann. Aber glaube mir, xy wird nie kommen, Du musst schon selbst aktiv werden und etwas dafür tun, dass Deine Träume wahr werden.

Wenn Du ein neugieriger und bunter Mensch bist (und davon gehe ich aus, weil Du den Blog liest ;-)), dann gehen Dir die Träume nicht aus. Du wirst immer irgendetwas sehen oder von irgendetwas hören, das Dich fasziniert, das Du spannend findest. Und dann fängst Du wieder an zu träumen. Und daran zu arbeiten, den nächsten Traum umzusetzen.

Oder Du hast die Befürchtung, dass Dein Traum schöner als die Wirklichkeit ist und Du enttäuscht bist?

Hm. Kann passieren. Ich habe auch nicht als Indiana Jane im Dschungel von Sumatra filmreife Abenteuer erlebt. Aber das war letztendlich egal. Ich war dort und habe mich auf Sumatra eingelassen, es war toll. Und im Dschungel war ich auch. Das ist nicht wirklich romantisch, sondern eher ziemlich matschig. Dennoch war es aufregend und ich war glücklich, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe.


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Bei den Komodo-Waranen war es besser so, dass sie ziemlich träge waren. Wirklich naher Kontakt und ein Biss kann auch für Menschen tödlich enden. Aber ich habe sie gesehen, beeindruckend waren sie allemal.

Vielleicht hast Du auch Angst als Spinner dazustehen und alle schütteln nur den Kopf über Dich.
Jetzt mal im Ernst. Was interessiert es Dich, was andere denken? Es ist Dein Leben und am Ende bist Du nur genau einem Menschen Rechenschaft über Dein Leben schuldig. Dir.
Es ist wichtig, dass Du glücklich und zufrieden bist. Dann erst kannst Du auch anderen Glück und Zufriedenheit schenken. Oder kennst Du einen frustrierten und unglücklichen Menschen, der eine gute Stimmung verbreitet? Eben…
Von daher gesehen kann es Dir wirklich wurscht sein, was andere denken. Und ich glaube, die machen sich nicht wirklich einen Kopf um Dich, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, sich Gedanken darüber zu machen, was andere über sie denken mögen.

Willst Du irgendwann einmal Bilanz ziehen und Dir vorwerfen, dass Du nicht mit dem Fallschirm gesprungen bist, nie um Mitternacht in der Wüste die Sterne angeschaut hast, nie im Meer mit Delfinen geschwommen bist oder was auch immer Dein Traum ist? Ich nicht.

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Daher appelliere ich an Dich:

  • Schreibe eine Bucket List
  • Überlege Dir, was Dich glücklich machen würde
  • Mache einen Plan, wie Du Deinem Traum näher kommen kannst und brich den in kleine realistische Schritte herunter
  • Tue es einfach
Und jetzt Du: Wie sieht es bei Dir aus? Lebst Du Deine Träume oder schiebst Du sie nur vor Dir her, ohne sie je in die Tat umzusetzen? Was hindert Dich?
Bevor ich es vergesse, sei freundlich zu Dir!

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4 Kommentare

  1. Einfach ein Wort für dich auch hier
    DANKE
    Mehr braucht es gerade nicht
    Sophie

    1. Author

      Ich danke Dir, liebe Sophie.

      Liebe Grüße,
      Ivana

  2. Wie schreibst Du: “Eltern brauchen uns, weil sie gerade selbst nicht mehr so können. Aber das sind in den meisten Fällen Gründe, die vorübergehen.”

    Das ist ein Thema, welches mich grad beschäftigt. Meine Eltern sind Ü90, meine Mutter hat Alzheimer und ist im Pflegeheim. Ich bin Ü50, mein Mann Ü60 und hört demnächst auf zu arbeiten. Können wir, dürfen wir dann reisen… so wie wir es uns erträumen?

    Ich finde: JA. Es ist mein Leben. Für die Betreuung meiner Eltern ist gesorgt. Wenn ich da bin (und das ist immmer noch der größte Teil des Jahres, das sollte man auch nicht vergessen), kümmere ich mich intensiv, liebevoll um die Beiden. Und ja, ich liebe meine Eltern.
    Aber auch mein Leben ist mir wichtig, mein gemeinsames Leben mit meinem Mann (der im übrigen mein liebster Reisepartner ist, das hatten wir ja hier schon einmal 😉 ) bedeutet mir viel. Und dieses Leben muss ich, will ich jetzt leben.

    Daher: auch wenn ich immer wieder (zumindest leise) Kritik höre: ja, wir werden reisen, “trotz” meiner hochbetagten Eltern. Deshalb halte ich es mit dem uralten Spruch: Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum.

    1. Author

      Liebe Zypresse,

      ich stimme Dir völlig zu. Auch wenn wir Verpflichtungen haben, dürfen wir uns nicht selbst vergessen. Und ganz ehrlich, pfeif drauf, was andere sagen oder denken mögen. Du hast alles für Deine Eltern gut organisiert, Du kümmerst Dich, aber Du vergisst nicht Dich und Dein Leben, Deine Träume. Genauso ist es richtig!

      Liebe Grüße,
      Ivana

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